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Sportbootführerscheine See & Binnen


Sollte sich heutzutage ein interessierter Wassersportler dazu entschlossen haben, einen Sportbootführerschein zu erlangen, so kommt meist schon beim ersten Informationsgespräch die schnelle Ernüchterung. Bei den umfangreichen Angeboten kann nur eine Beratung durch einen fachlich kompetenten Ausbilder einen Erfolg bewirken. Fehler, die in der Beratung oder Planung begangen werden, müssen vom Schüler später oft sehr teuer bezahlt werden. Nachfolgend möchte ich einige Informationen geben, die aber keinesfalls ein persönliches Gespräch ersetzen sollen. 


Wassersportausbildung ist eine Sache von Kompetenz und Vertrauen !
Beginnen möchte ich damit, dass es in Deutschland zwei namhafte Verbände gibt, welche diverse Führerscheine anbieten, und auch die Berechtigung zur Abnahme haben. Dieses sind der Deutsche Motor Yacht Verband sowie der Deutsche Segler Verband.

Nun muss zunächst einmal das Fahrgebiet festgelegt werden, für welches der Führerschein gelten soll. Es unterscheidet sich in die Geltungsbereiche SEESCHIFFFAHRTSSTRASSEN   (ehem. SBF - See) und BINNENSCHIFFFAHRTSSTRASSERN  (ehem. SBF - Binnen).      Hierbei handelt es sich um zwei grundverschiedene Lizenzen, nämlich für Wasserflächen,   die überwiegend von Seeschiffen bzw. Binnenschiffen befahren werden. Will man also     beide Wasserflächen befahren, müssen auch zwei Lizenzen erlangt werden.                     Hierbei spielt die Reihenfolge – zunächst – keine Rolle.

Weiterhin ist es sehr wichtig zu wissen, dass es eine Unterscheidung zwischen amtlichen und verbandsinternen Führerscheinen gibt. Der Gesetzgeber verlangt in jedem Fall den Besitz eines der amtlichen Führerscheine. Diese sind für die Binnenschifffahrtstraßen der ehem.    SBF - BINNEN und als Erweiterung das SPORTBOOTPATENT. Für die Seeschifffahrtsstraßen kann der ehem.  SBF - SEE, der SportKüstenschifferSchein, der SportSeeschifferSchein sowie der SportHochSeeschifferSchein erlangt werden. Alle amtlichen Lizenzen haben einen weltweiten Geltungsbereich.    

Die ehem.  SBF - See + Binnen  können seit Januar 2018 mit zwei Prüfungen auch auf nur einem  Führerschein in Plastik und Scheckkartenformat ausgestellt werden.   

Die vom DMYV sowie vom DSV herausgegebenen Verbandslizenzen werden z. Zt. zwar auch weltweit anerkannt, ihre Gültigkeit haben sie jedoch nur in Verbindung mit einer o. g. amtlichen Lizenz. Welch einen Schein ein Vercharterer auch immer zusätzlich verlangen mag, bleibt alleine ihm überlassen.

Allen Beteuerungen zum Trotz, werden die meisten im Ausland erworbene Lizenzen nicht in Deutschland umgeschrieben, da ihnen oftmals der amtliche Charakter fehlt !

Bei oder in allen ' führerscheinfreien Zonen ' möchte ich ausdrücklich den 100%igen Versicherungsschutz nach einer Unfalluntersuchung vor einem Seeamtsgericht in Frage stellen.

Sollte nach reichlicher Überlegung doch entschieden werden, dass – wann auch immer – beide Gebiete befahren werden sollen, empfehle ich in jedem Fall mit dem SBF – See zu beginnen. Dies hat zu den finanziellen Einsparungen auch noch lerntechnische und zeitliche Vorteile. So entfällt für ein halbes Jahr nach seiner Ausstellung die ärztliche Untersuchung. Ebenso entfällt der praktische Teil, und damit auch die hierfür entstehenden Kosten bei der Prüfung zum SBF – Binnen.

Alle Schüler, die mit Yeti ~ Yachting diesen Weg beschritten haben, bestätigen dies immer wieder. Ich möchte an dieser Stelle nicht wiedergeben müssen, welche Worte bezüglich einer fehlenden bzw. falschen Beratung im umgekehrten Fall mir gegenüber – zu Recht – geäußert wurden.