Herzlich Willkommen an Bord von Yeti ~Yachting.......
Neu an Bord ?

Keine Angst vor dem ersten Törn! Worauf ein Neuling achten und gefasst sein sollte.

Damit der erste Törn nicht gleich der letzte wird, sollte jeder mit der richtigen Erwartung an Bord gehen. Diese Info soll helfen, ein harmonisches Zusammenleben an Bord zu gewährleisten und worauf es dabei ankommt.



Kompromisse
Bei aller Schönheit und Faszination, die dieser Sport bietet, sollte sich jeder darüber im Klaren sein, dass diese Art der Urlaubsgestaltung gewisse Kompromisse erfordert.
Manchmal kann es ein wenig unbequem sein, da bei voller Belegung beengte Platzverhältnisse die Lebensweise etwas einschränkt. Auch hinsichtlich der Hygiene sollte man sich bewusst sein, dass man sich das tägliche Vollbad schenken kann. Selbstverständlich gibt es auf den meisten Yachten Duschmöglichkeiten unter, als auch auf Deck. Auf längeren Törns setzen die Tankkapazitäten jedoch schnell eine natürliche Grenze. Mit sachkundiger Aufklärung, Disziplin und etwas gutem Willen, lässt sich aber auch dieses `Problem´ lösen.



Die Bekleidung
... richtet sich in erster Linie nach Revier, Jahreszeit und persönlicher Konstitution. Hier soll die 'Kleine Checkliste für Segeltörns' ein wenig Beistand leisten. Egal was nun letztendlich auch eingepackt wird, es ist wichtig, worin es transportiert wird. Koffer sind an Bord in jedem Fall äußerst ungeeignet. Daher bieten sich weiche Taschen, Seesäcke oder ähnliches an.



Mahlzeiten an Bord
... sind ebenfalls der jeweiligen Jahreszeiten und Reviere angeglichen. Je nach Größe der Crew empfiehlt es sich mit einem gemeinsamen Frühstück den Tag zu beginnen. Spätere warme Mahlzeiten können (auf einem Zweiflammenherd) schon mal so manchem Koch Probleme bereiten. Hier empfehle ich ein paar Schnittchen oder Salate zuzubereiten. Ist es dann möglich, sollte die Crew abends gemeinsam Essen gehen. Stehen längere Fahrten an, sollten vorbereitete Mahlzeiten auf die Kühlkapazitäten abgestimmt werden.



Das Bord-WC
... ein Thema, über das zwar nicht gerne geredet wird, welches aber im Bordalltag zumindest den gleichen Stellenwert gebührt wie Essen und Trinken. Falsch bediente oder verstopfte Toiletten haben schon viele Gemüter bewegt und waren am Misslingen so mancher Törns beteiligt. Doch keine Angst, die Sache ist im Grunde ganz einfach, bedarf allerdings einer entsprechenden Einweisung durch einen 'Erfahrenen'. Das Geheimnis einer Seetoilette besteht darin, dass mittels Seewasser gespült und entsorgt wird. Anders als zu Hause sollte mit diesem Element nicht gespart werden, damit unliebsame Gerüche erst gar nicht auftreten. Jedoch gehören in die Seetoilette außer den 'entstandenen Essensresten', ganz wenig Papier und viel Seewasser absolut keine anderen Gegenstände !!!



Die Bordkasse
... des einen Freud, des anderen Leid....  Hier ein offenes Wort über dieses (manchmal brisante) Thema. Die Einrichtung einer Bordkasse ist auf Charteryachten üblich und auch sinnvoll. Aus ihr werden alle gemeinsamen Einkäufe, Schiffsgebühren und meist auch alle Restaurantbesuche beglichen. Diese Sitte erfordert jedoch ein gewisses Maß an Toleranz:

Wer weniger isst und trinkt, hat schließlich selber Schuld...!!! ?

Damit sind wir beim springenden Punkt und bei den 'Besserwissern', also jenen, die hinterher schon vorher immer gewusst haben, was alle anderen falsch machen werden. Hier muss jedem erlaubt sein, bei Unzufriedenheit die Dinge beim Namen zu nennen. Nachher darüber zu lamentieren, dass man finanziell schlecht abgeschnitten hat, ist wenig sinnvoll und schafft bloß miese Stimmung. Toleranz muss auch heißen selbst zu erkennen, wie hoch der eigene Konsum ist. Hierfür steht die Bordkasse jedem für eine kleine 'Finanzspritze' offen. In jedem Fall muss jedoch dem Kassenwart ein gewichtiges Wort zugesprochen werden. Entgegen anderer Meinung habe ich es nie als sinnvoll angesehen, die Restaurantbesuche von jedem selbst begleichen zu lassen. In manchen südlichen Ländern wird üblicherweise pro Tisch abgerechnet, und die Auswahl der bestellten Speisen fällt oft erheblich üppiger aus, da von allem nur ein wenig bestellt werden kann.

Fazit : Gewohnheiten sollten lieber zu Hause bleiben !